KoppelKinder e.V.

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Grundstückskauf und Bauplanungen

Die Mitglieder der "INTED" Organisation haben in der Region Lampa, am Stadtrand von Santiago gelegen, schon vor längerem mit der finanziellen Unterstützung aus Hamburg ein Grundstück gekauft und anschließend mit den entsprechenden Planungen zur Bebauung begonnen. Doch bis dann sämtliche bürokratische Hürden mit der gemeinnützigen Organisationsgründung von "INTED" überwunden werden konnten dauerte es über zwei Jahre. Weitere Verzögerungen und Schwierigkeiten mussten aufgrund der mangelhaften Arbeit der beauftragten Architekten in Kauf genommen werden.

Mit dem zuletzt engagierten ArchitektInnenteam kam es zu Beginn des Jahres 2007 zu einer Neuplanung. Der Bauantrag wurde nach kürzester Zeit eingereicht und durch die dann rasch erfolgte Baugenehmigung konnte endlich mit den Bauarbeiten begonnen werden. Nach der "symbolischen Grundsteinlegung" Ende August 2007 – bei der einige Bume auf dem Grundstück gepflanzt worden sind und bei der der damalige KoppelKinder–Geschäftsführer Kai Fieguth in Lampa vor Ort war – ging es dann seit Februar 2008 Stück für Sück mit dem Bau des Kitageäudes voran.

Baufortschritte

Mit viel Engagement, ehrenamtlicher Arbeit und Improvisationsgeschick haben die KollegInnen vor Ort das Projekt voran getrieben. Nachdem die Baugenehmigung vorlag wurden verschiedene Bauunternehmen um entsprechende Kostenvoranschläge gebeten. Außerdem wurde ein Teil der benöigten Baumaterialien günstig erworben und eingelagert. Als ehrenamtlich tätiger Bauleiter konnte erfreulicherweise der in diesem Bereich erfahrene Schwiegervater Normas, Germán Carrillo, gewonnen werden. Anschließend wurde das Grundstück eingezäunt, eine Holzhütte für den ab da ständig auf dem Grundstück anwesenden "Wachmann" gebaut, sowie ein Dixie-Klo aufgestellt – beides jeweils zu Teilen aus "Spenden" von vor Ort finanziert!

Schließlich ging der Bau wie erwähnt im Februar 2008 los. Das Fundament wurde zuerst mühselig und langwierig von Hand und im Weiteren dann auch mit Hilfe eines kleinen, angemieteten Baggers ausgehoben. Der Bau kam danach weiterhin nur langsam voran, da es zum einen wochenlange Regenfälle gab und zum anderen die Beschaffung von billigem Beton immer wieder zu Verzögerungen führte. Nach dem Fundament konnten dann nach und nach die Mauern des Gebäudes hochgezogen, der Boden gegossen und schließlich das Dach draufgesetzt und die Wände verputzt und mit einem ersten Anstrich versehen werden. Einen großen Rückschlag hat ein Erdbeben in Chile verursacht. Die Beseitigung der Schäden hat einen längeren Zeitraum in Anspruch genommen. Doch nun steht das Kitagebäude und es sind "nur" noch die "Restarbeiten" zu erledigen (Fenster- und Türeneinbau, Bodenbeäge, Fliesenarbeiten, Wasser- und Elektroinstallation, Wandanstrich und Inneneinrichtung). Die Beteiligten vor Ort gehen davon aus, dass diese Arbeiten (mit Hilfe des dafür aber weiterhin dringend benötigten Geldes aus dem In- und Ausland) hoffentlich bald erledigt sein werden.

Geplanter Start des Kita-Betriebs

Sofort nach endgültiger Fertigstellung soll der Kitabetrieb aufgenommen werden. Der entsprechende Antrag ist beim zuständigen Bildungsministerium bereits vor einiger Zeit eingereicht worden. Wird der Antrag positiv beschieden, wovon die InitiatorInnen sicher ausgehen, wäre dies mit einer monatlichen Finanzierung von ca. 50 Euro pro betreutem Kind verbunden. Das täliche Essen würde ebenfalls seitens der Stadt finanziert. Zu Beginn sollen 50-65 Kinder betreut werden. Hierfür werden neben Norma und einer weiteren Erzieherin noch 2 Aushilfen/Praktikantinnen beschätigt werden, sowie eine Person stundenweise für die Küchenarbeiten. In der Startphase des Kitabetriebs wird dann sicherlich weiterhin viel ehrenamtliche (und damit auch unbezahlte) Arbeit nötig sein um die "Sache ins Rollen" zu bringen bzw. "am Laufen zu halten". Aber alle Beteiligten sind sehr motiviert und freuen sich auf den nun fast greifbar nahen "Startschuss"!

Eine "Baugeschichte in Bildern" könnt ihr – als PDF-Datei hier anschauen.

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